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Kommunikation

Fallen im Homeoffice

Kommunikation

Ein entscheidendes Argument, warum viele Vorgesetzte die Arbeit im Homeoffice ablehnen, sind fehlende Kontrolle und Kommunikation. Aus Agenturzeiten kenne ich noch diverse Meetings. Morgens kurze Lagebesprechung, dann meist eine mehr oder weniger gemeinsame Mittagspause und schließlich nachmittags noch mal eine Bestandsaufnahme. Je nach Teamgröße und Auftragslage konnten alleine diese Meetings schon tagesfüllend sein. Eins konnte man aber nie behaupten: Es wird zu wenig kommuniziert. Wurde allerdings tatsächlich häufig, weil die eigentlich wichtigen Dinge schlussendlich doch nicht geklärt und im Eifer des Gefechts untergingen.

Die geliebten Meetings

Wenn Mitarbeitende nun ins Homeoffice verschwinden, fallen diese Meetings weg. Zumindest in der klassischen Form. Auf einmal haben Vorgesetzte keine Kontrolle mehr, wann welcher Mitarbeitende zur Arbeit erscheint, was an dessen Computer so passiert und welche Aufgaben tatsächlich erledigt werden. Und es fällt schwerer mal eben etwas zu klären. Ins Nachbarbüro zu gehen und eine Frage zu stellen, scheint oft einfacher, als eine Mail zu schreiben.

Corona hat dafür gesorgt, dass plötzlich an vielen Stellen das Arbeiten von zuhause aus möglich wurde, an denen es vorher schlicht undenkbar war. Das Vorgesetzte plötzlich umdenken mussten. Und sich von heute auf morgen Menschen im Homeoffice wiederfanden, die vorher nicht einmal wussten, wie das geschrieben wird.

Normalerweise gibt es dafür Prozesse. Es wird geplant, wie die Tage auszusehen haben, welche Soft- und Hardware benötigt wird und wie die Arbeitsplätze gestaltet sein müssen. Und jetzt: Schwupps, alle ins Homeoffice. Fertig.



Reden, nur anders

Nun gibt es Dinge, die Menschen tun, die bereits länger im Homeoffice sind und damit bereits Erfahrungen sammeln konnten.

Fangen wir mal bei der Kommunikation an: Es gibt einige Programme, über die diese stattfinden kann. Mal eben anrufen ist davon, meiner Meinung nach, die schlechteste Option, weil sie den anderen in der Regel aus der Konzentration reißt. Über Messenger eine kurze Frage stellen, eine Mail schreiben oder einen Termin für eine gemeinsame Videokonferenz vorschlagen ist da besser. Dabei kann man  auch gerne auf die üblichen Höflichkeiten verzichten, wenn es nicht unbedingt sein muss.

Um seinem Gegenüber im Büro eine Frage zu stellen, fängt auch niemand mit „sehr geehrte XY…“ an und endet „mit freundlichen Grüßen.“

Meeting im Homeoffice

Wenn normalerweise viel in Form von Meetings kommuniziert wird, ist es auch eine Option ein regelmäßiges Treffen per Video zu machen. So bleibt der Kontakt unter den Kollegen bestehen. Alle müssen zu einer bestimmten Tageszeit da sein und ein bisschen Kontrolle ist gewährleistet. Abendliche Statusberichte können auf demselben Weg funktionieren oder einfach per Mail, Messenger oder einem Tool,wie Trello oder Asana.

Es erfordert Übung und Umstellung im Homeoffice zu arbeiten. Und als Vorgesetzter muss man sich über ein paar Dinge klar sein. Mitarbeitende, die im Büro nicht durch ihre Leistung überzeugen, werden es wohl zuhause auch nicht machen. Es gibt keinen Tratsch mehr in der Teeküche, dafür eine Waschmaschine, die Aufmerksamkeit erfordert. Und niemand sitzt brav acht Stunden hinter seinem Rechner. Sondern die Arbeitszeiten ändern sich und passen sich dem Alltag und Leben zuhause an.

Die Vorteile

Ein Leben mit Homeoffice macht viele Dinge viel entspannter. Es ist einfacher, mal eben zum Arzt zu gehen und dann weiter zu machen. Je nach Alter der Kinder, kann man arbeiten und sie trotzdem betreuen. Es fällt der nicht zu unterschätzende Aufwand des Arbeitswegs weg. Staus und verspätete Züge haben plötzlich keinen Einfluss mehr.

Vorausgesetzt, dass sich alle Beteiligten ein wenig flexibel an das Thema Homeoffice heranwagen, ist es eine praktische Sache und in der aktuellen Situation unumgänglich.

Mein Tipp:

Probiere mal „virtuelles Co-Working“ aus. Klingt ein bisschen seltsam, hilft aber sehr sich auf seine Arbeit zu konzentrieren. Zum Beispiel zoom ist dabei ganz hilfreich. Einfach eine Videokonferenz mit jemanden in einer ähnlichen Situation starten. Besprechen, wer was zu tun hat. Eine Uhrzeit für eine Pause ausmachen und loslegen.

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