Braucht man Print-Werbung?

Eine berechtigte Frage in Zeiten von Internet und Social Media. Lange schien es, als wäre Print erledigt und Print-Werbung rausgeworfenes Geld. Tot. Ende. Aus. Viele Kolleg:innen haben sich aus dieser Überzeugung heraus vom Druck abgewandt und sich den digitalen Medien verschrieben.

Auflagen von Zeitungen und Zeitschriften wurden reduziert. Einige große Verlage haben erfolgreiche Publikationen direkt ganz eingestellt oder publizieren sie nur noch online. Dazu kam mit Corona eine Zeit, in der Messen und andere Veranstaltungen wegfielen und sich das Marketing aufs Internet reduzieren musste. Damit hatten nicht nur die großen Zeitungsverlage zu kämpfen, sondern auch Druckereien und wir Kreativen. Was soll ich mit einer Visitenkarte, wenn ich niemand treffe, dem ich sie geben könnte?


Was sagen die Experten?

Print bietet zu viele Vorteile, um komplett aussterben zu können. Diese Meinung vertrete nicht nur ich, sondern viele Kolleginnen und Kollegen. Es wäre schlicht dämlich, auf diese geniale Methode des Marketings zu verzichten. Online ist super. Offline noch besser. Die klare ist also: Ja, man benötigt weiterhin Print-Werbung.


Welche Vorteile bietet Print-Werbung?

Große Leserschaft

Das trifft vorwiegend auf Anzeigen in Zeitschriften zu, aber auch auf Flyer, Visitenkarten und andere Werbemittel. Papier geht selten nur durch eine Hand und wird in der Regel länger als nur den Bruchteil einer Sekunde betrachtet, wie es häufig bei Anzeigen im Internet der Fall ist. Gerade Zeitungen und Zeitschriften werden häufig von mehreren Personen gelesen. Ein anschauliches Beispiel dafür sind die Lesezirkel, deren Angebote häufig in Wartezimmern zu finden sind. Diese Zeitschriften werden von vielen Menschen ausführlich gelesen.

Spezifische Zielgruppe

Für die meisten Hobbys, Leidenschaften und Bedürfnisse gibt es inzwischen eine oder auch mehrere Zeitschriften. In ihnen lässt sich die eigene Zielgruppe maßgeschneidert erreichen und weil zielgruppenspezifische Zeitschriften häufig gelagert werden (bei uns sind es Computer-Zeitungen, sehr zu meiner Begeisterung), erreicht man Lesende manchmal auch noch Jahre später.

Glaubwürdigkeit

Ein Nachteil der Print-Werbung ist, dass sich einmal gedrucktes nicht mehr so einfach ändern lässt. Ein Tippfehler bleibt bis zum Neudruck erhalten. Das ist aber eigentlich ein Vorteil. Weil dem so ist, genießen Printprodukte eine höhere Glaubwürdigkeit. Die Lesenden gehen davon aus, dass in die Texte mehr Aufmerksamkeit und Sorgfalt geflossen sind als in einen schnellen Post auf Instagram. 

Aufmerksamkeit

Ein Printprodukt wird nicht nur mit dem Auge erfasst. Es lässt sich anfassen und riechen. Allein dadurch, dass es mehrere Sinne anspricht, wächst die Aufmerksamkeit. Wer Geld für eine Zeitschrift ausgibt, liest sie auch. Es wird sich Zeit genommen, die Zeitschrift komplett durchzulesen. 

Möglichkeiten

Es gibt so viel, was sich bedrucken und womit sich Aufmerksamkeit erreichen lässt. Das fängt mit dem Papier an, geht über verschiedene Optionen der Veredelung zu der Wahl des Druckverfahrens. 

Nachhaltigkeit

Ein Thema, welches mir ein besonders Anliegen ist. Die Zeiten, in den Drucken mit dem eigenen Gewissen kaum zu vereinbaren war, weil allein die Papiererzeugung eine klimatische Katastrophe war, sind ein Glück vorbei. Die des grauen, fiesen Recycling-Materials auch. Inzwischen gibt es großartige Papiere und Farben, die nachhaltig produziert werden. Print-Werbung für sich hat eine wesentlich längere Haltbarkeit, als der Post im Internet und wirkt damit nachhaltiger. 


Wer benötigt Print-Werbung?

Jeder. Es wird immer wieder Gelegenheiten geben, Print-Werbung zu benötigen. Auch als Privatperson. Einladungen zur Hochzeit, um nur ein Beispiel zu nennen, werden immer noch meist gedruckt versandt. Selbstständig gibt es noch viel mehr Gelegenheit Print-Werbung zu nutzen. 


Wann solltest Du über Print-Werbung nachdenken?

Selbstständig wirst Du immer mal wieder das ein oder andere Printprodukt benötigen. Wenn Du gerne auf Messen und Netzwerktreffen unterwegs bist, bieten sich Visitenkarten und Flyer an. Dazu ein Roll-up und schon hast Du Deinen eigenen mobilen Messestand. Verschickst Du Produkte, wollen diese verpackt werden und es ergibt Sinn eine kleine Aufmerksamkeit dazu zulegen, eine hübsche Postkarte zum Beispiel, die mit Glück weitergegeben wird. Selbst, wenn Du online Coachings anbietest und Deine Kund:innen, wenn eher zufällig mal persönlich triffst, kannst Du die Kundenbindung vertiefen, in dem Du zu Beginn oder am Ende Eurer Zusammenarbeit eine kleine Aufmerksamkeit versendest.

Wann und in welcher Form ein Briefbogen Sinn macht, erfährst Du hier: In 6 Schritten zu Deinem Briefbogen


Wie kommst Du an Ideen?

Schreib mich gerne an, erzähle mir von Dir und wir treffen uns zu einem kurzen Brainstorming. Alternativ suche mal nach Werbemittel-Messen in deiner Umgebung. Es wird sich eine finden. Dort gibt es viele, spannende und oft auch außergewöhnliche Ideen, wie Du Deine Ideen bewerben kannst. 


Wie komme ich an Druckvorlagen?

Das ist manchmal gar nicht so einfach. In Canva und auch Adobe Express* lassen sich großartige Layouts machen, die leider den großen Nachteil haben, dass die zur Verfügung gestellten Druckdaten in der Regel den Ansprüchen der deutschen Druckereien nicht genügen. Diese Tools sind für Online-Projekte gedacht und im Printbereich auf den amerikanischen Markt ausgerichtet. Für einfache Projekte ohne große Ansprüche sind die Daten meist ausreichend. Wenn es komplizierter wird oder Du Dir unsicher bist, wende Dich gerne an mich.


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