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Was macht ein gutes Workbook aus?

Wir kennen sie alle, diese kleinen Hefte zum Lernen. Das erste ist mir vermutlich im Englisch-Unterricht begegnet. Sie sollen auf einfache Art kurze Inhalte vermitteln und beim Lernen helfen. Die Rede ist von Workbooks.

Viele Selbstständige bieten auf ihren Websites kleine Freebies in Form von Workbooks an oder nutzen sie um ihre Inhalte an ihre Kunden weiterzuvermitteln. Eine relativ einfache und im Zweifel auch schnell gemachte Form der Wissensvermittlung.

Doch ist es wirklich so einfach, ein Workbook zu erstellen?

Erinnere Dich mal an die Workbooks, die Du in der letzten Zeit so in der Hand hattest. Welche waren gut und welche waren schlecht? Welches hat Spaß gemacht und welches hast Du direkt wieder weggelegt?

Natürlich ist ein Workbook ohne gute Inhalte nichts wert. Doch Deine Inhalte können noch so gut sein, wenn die Verpackung nicht stimmt, wirst Du sie nicht vermittelt bekommen. Ich unterstelle mal, Deine Inhalte sind großartig. Die Texte sind gegengelesen, jemand hat die meisten Rechtschreibfehler entfernt (irgendwas findet sich immer) und Du hast ein paar tolle Bilder oder Grafiken zur Hand. Alles bereit, daraus ein super gutes Workbook zu machen.

Das Format

Wir befinden uns im digitalen Zeitalter. In einer Zeit, in der Papier eine zu schonende Ressource ist. Da bin ich unbedingt dafür. Doch sind wir ehrlich, und da schließe ich mich nicht aus, die meisten drucken Workbooks aus. Auf dem Rechner gehen sie schlicht verloren und landen irgendwo im Nirgendwo.

Bei einem guten Workbook sind die Inhalte so wichtig, dass ich sie gerne schnell wiederfinden möchte, um nochmal etwas nachzuschlagen. Für einen bezahlten Kurs mit mehreren Teilnehmern bietet es sich an, das Workbook in kleiner Auflage drucken zu lassen und an die Teilnehmenden zu versenden. Das kostet keine Unsummen, macht aber ordentlich Eindruck.

Am besten nutzt Du ein Format, das sich gut am Monitor betrachten lässt und auch papiersparend auszudrucken ist. DIN A4 im Querformat ist da eine Idee (Hochformat geht auch gut) oder Du nimmst ein gängiges Monitorformat wie 1280 x 800 Pixel. Und denk daran, ausreichend Seitenrand für den Locher zu lassen.

Die Schriften

Wähle unter Deinen Hausschriften diejenige, die am besten lesbar ist. Schreibschriften sind zwar schön, brauchen aber viel Platz, um halbwegs lesbar zu sein. Besser sind klare und deutliche Schriften mit gutem Kontrast zum Untergrund. Im Zweifel frag einfach jemanden in Deinem Umfeld, ob er Spaß daran hat, die Texte zu lesen.

Die Satzbreite (Zeilenlänge)

Das menschliche Auge kann nur einen bestimmten Raum auf einen Blick erfassen. Deswegen haben Taschenbücher immer ein ähnliches Format. Man kann den Text lesen, ohne den Kopf bewegen zu müssen. Dazu gibt es ganze Abhandlungen, wie man die optimale Zeilenlänge hinbekommt. Kleine Faustregel: Etwa 14 cm Breite ist das Maximum. Am Monitor schwer zu entscheiden, weil es immer vom Vergrößerungsfaktor und vom Monitor abhängt. Vertrau Dir! Dein Auge wird Dir sagen, ob es Deine Texte gut lesen kann.

Die Dekoration

Darunter zähle ich jetzt mal alles, was nicht Text ist. Also Bilder und Grafiken, aber auch kleine Dekoelemente wie z.B. Blumen oder Sterne. Grafiken sollten immer klar strukturiert und selbsterklärend sein. Achte darauf, dass die Auflösung passt. Am besten verwendest Du Vektorgrafiken, denn diese bleiben auch in einer Vergrößerung scharf. Auch bei den Bildern sollte die Auflösung passen.

Der Freiraum

Wir sagen dazu auch Weißraum. Viele neigen bei ihrer Gestaltung dazu, jede noch so kleine freie Fläche mit Informationen voll zu machen. Mit Informationen meine ich jetzt nicht nur reine Text- oder Bildinformationen, sondern auch so was wie ein paar Blümchen oder eine bunte Linie. Frage Dich, ob der Betrachter davon einen Nutzen hat (eine bessere Struktur zum Beispiel) und wenn die Antwort „Nein“ lautet, lass es. Freie Flächen sind super. Sie lassen dem Auge Platz, sich einen Moment auszuruhen und dem Gehirn Raum, die wichtigen Informationen zu verarbeiten.

Die Zusatzinformationen

Was einem Workbook nicht fehlen darf, und zwar auch in Deinem Interesse, ist eine Art Impressum. Nur so hat Dein Leser die Möglichkeit, Kontakt zu Dir aufzunehmen, Dir wichtiges Feedback zu geben und seine Fragen los zu werden.

Ich freue mich auf Dein nächstes Workbook! Schreib mir gerne, ob Dir meine kleine Anleitung geholfen hat und ob Du noch mehr dazu wissen möchtest. Vielleicht willst Du Dir aber auch die Zeit sparen, es selbst zu gestalten. Dann sprich mich gerne an!

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