Wie Du gelungene Texte für Deinen Flyer schreibst

Wie Du gelungene Texte für Deinen Flyer schreibst

Online-Marketing ist mehr als angesagt, aber Print-Produkte wie der Flyer sind längst nicht out. Große Online-Druckereien machen es einfach, schnell und günstig die guten alten Handzettel herzustellen. Die Frage ist nur: Was soll auf dem Flyer stehen?

Besprich zunächst mit einem Grafikdesigner, welche Art von Flyer für Deinen Zweck am sinnvollsten ist. Quadratisch oder rechteckig, ungefalzt, Alterfalz, Mittelfalz, Leporello, Wickelfalz …? Daraus ergeben sich ganz automatisch Konsequenzen für die inhaltliche Struktur und die Texte.

Viel Platz hast Du auf einem Flyer aber so oder so nicht, um Deine Zielgruppe von Dir und Deinem Angebot zu überzeugen. Deshalb ist strategische Vorarbeit notwendig. Was ist zum Beispiel das Ziel des Flyers? Willst Du neue Kunden gewinnen, Bestandskunden zum erneuten Kauf bewegen oder ein Event bewerben?

Einen Flyer für alles gibt es nicht. Um es mit dem antiken Philosophen Seneca zu sagen:

„Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige.“

Struktur und Klarheit sind deshalb unglaublich wichtig.

Niemand hat Lust, einen Flyer von vorne bis hinten konzentriert zu lesen. Headlines und Absätze bzw. kleine Textblöcke machen es dem Auge leicht, Deine Inhalte schnell zu erfassen. Es ist entscheidend, dass Du sofort einen Treffer landest, möglichst mitten ins Herz.

Dazu solltest Du wissen: Wer genau sind Deine Kunden? Was beschäftigt sie am meisten? Welches Ziel wollen sie erreichen?

Jetzt im Winter futtern sich zum Beispiel viele Menschen ein paar Keks-Kilos an. Wer die loswerden will, springt im neuen Jahr garantiert auf alles an, was irgendwie mit dem Abnehmen zu tun hat. Wenn Du also ein Sportstudio betreibst, Personal Trainer bist, Ernährungscoaching oder Kochkurse anbietest, dann versetz Dich genau in die Lage Deiner Kunden. Sie wollen nicht abnehmen, weil abnehmen so toll ist. Sie wollen am Strand oder in Shorts super aussehen.

Deshalb ist es wichtig, dass Du als Headline etwas formulierst, das die Sehnsucht Deines Kunden triggert:

  • Straffer und knackiger in nur vier Wochen.
  • Fühlen Sie sich wieder wohl in Ihrem Körper.
  • Endlich kein Stress mehr mit dem Essen.

Das funktioniert natürlich auch in vielen anderen Bereichen des Lebens:

  • Kunden gewinnen mit Leichtigkeit. (Akquise-Coaching)
  • Mehr Gelassenheit im Alltag. (Meditationskurse für Mütter)
  • Machen Sie Ihren Rücken stark. (Yoga für Senioren)
  • Bring Musik in Dein Leben. (Chor-Angebot)
  • Wir lieben ihn genauso wie Sie. (Oldtimer-Werkstatt)

Wenn Du die Aufmerksamkeit Deiner potenziellen Kunden hast, stellst Du ihnen kurz und knapp vor, wer Du bist und was Dein konkretes Angebot ist. Denk dabei daran:

Wir kaufen selten etwas, weil wir es brauchen. Wir kaufen, weil wir es haben wollen.

Selbst in technisch-geprägten B2B-Flyern kommt es auf Emotionen an. Auch Einkäufer fragen sich: „Was bringt uns das? Was hat unser Unternehmen davon?“ Ansonsten könnte man einfach ein Produkt-Datenblatt auslegen … Bei Flyern entscheidet das Gefühl. Deshalb ist unter anderem auch die Papierqualität so wichtig. Ein Flyer, der sich billig anfühlt, wird kein hochwertiges Produkt oder eine teure Dienstleistung verkaufen. Aber zurück zum Text:

Sag Deinen potenziellen Kunden unbedingt, was sie tun sollen.

Diese Handlungsaufforderung, der Call-to-Action, wird häufig vergessen, ist aber unverzichtbar. Sonst denkt sich Dein Gegenüber: „Aha, nett!“ Das reicht nur nicht, um etwas zu verkaufen oder eine andere Handlung auszulösen, die Du vorher definiert hast. Du könntest also

  • auf Dein Freebie aufmerksam machen, das es online zum Download gibt („Hol Dir jetzt meine Detox-Rezepte!“),
  • einen Gutschein anbieten („Melde Dich bis zum x.y. für meinen Workshop an und Du bekommst 50 Euro Rabatt.“) oder
  • zu einer Terminvereinbarung auffordern („Ruf mich an unter 040-123456 und hol Dir Deinen Termin für …“).

Was auch immer die Handlung ist, die Du erreichen möchtest: Mach es Deinem Interessenten möglichst leicht und setz die Hemmschwelle niedrig an. Manchmal ist auch Verknappung an dieser Stelle hilfreich. Du kannst zum Beispiel eine Frist angeben oder die Menge des besonderen Angebots begrenzen.

Bevor Du Deinen Flyer drucken lässt, schau ihn Dir am Ende noch einmal ganz genau an. Am besten lässt Du ihn von jemand anderem überprüfen:

  • Sind alle Angaben richtig (Kontaktdaten, Öffnungszeiten, etc.)?
  • Hast Du alle rechtlichen Aspekte bedacht?
  • Sind Rechtschreibung und Grammatik einwandfrei?
  • Sind die Texte eindeutig und verständlich?
  • Beantwortest Du die W-Fragen (wer, was, wie, warum, wo, wann)?
  • Ist alles wirklich gut lesbar?

Es gibt leider viele Flyer, die sofort im Müll landen, weil am falschen Ende gespart wurde. Wie so oft im Marketing geht es auch hier nicht darum, was die Flyerproduktion kostet, sondern was sie Dir bringt. Deshalb empfehle ich Dir unbedingt, mit Experten zusammenzuarbeiten.

 

 

Die Autorin

Simone Maader verhilft Selbstständigen und Unternehmen zu mehr Erfolg mit den richtigen Worten. Sie schreibt leidenschaftlich gern Texte über das, was den Kunden wichtig ist: ihre Marke, ihre Dienstleistungen, ihre Werte. Und damit die richtigen Worte die richtigen Menschen erreichen, erstellt sie auch Content-Strategien und Content-Pläne. Mehr dazu erfährst Du auf ihrer Website www.maader.de.

Foto: Stefanie Herrmann

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